RegLeo in Weingarten und Ravensburg

Am Donnerstag dem 4. September2014 fuhren wir nach Ravensburg. Dort stiegen wir in den Stadtbus, der uns nach Weingarten brachte.

Unterhalb der Basilika stiegen wir aus ... ... und wurden dort von unserem Stadtführer Herrn Schmid, dem Schwager von unserem Jürgen erwartet. Wie man sieht, war die Basilika teilweise für Renovierungsarbeiten eingerüstet.
Auf dem mittleren Gebäudeteil ist die Nachbildung der Hl. Blut Reliquie dargestellt In Erinnerung an die Welfen steht im Klosterhof das Wappentier derer von Welfen. Weitere Informationen zu den Welfen können auf dieser Bronzetafel nachgelesen werden.
Zunächst besichtigten wir den frei zugänglichen Teil des Klosters in dem heute die PH untergebracht ist. Innen sahen wir ein Modell, wie das Kloster hätte aussehen sollen . Dann gingen wir zur Besichtigung der Martins Basilika. Sie wird auch das "Schwäbische St. Peter" genannt. Den Spitznamen trägt die Kirche aus gutem Grund, denn sie besitzt nahezu die Hälfte der Ausmaße des Petersdoms in Rom.
Hinten in der Kirche die historische Gabler-Orgel von 1750. Sie gilt als eine der schönsten Barockorgeln Europas. Hinter dem Altar ist das Chorgestühl der Mönche von Josef Anton Feuchtmayer zu sehen. Im Fenster des Altars befindet sich das reichlich verzierte Kissen, auf dem die Heilig-Blut-Reliquie, die seit 1054 immer am Tag nach Himmelfahrt in einer großen Reiterprozession durch Weingarten getragen wird ...
Die Sage der Entstehung dieser Reliquie ist in dem mittleren Deckenbild der Kirche dargestellt. Das Kreuzgewölbe wird nach oben durch eine Kuppel abgeschlossen, deren Innendurchmesser 15m beträgt. In der Kirche ist auch die Grablege der Welfen ...
... die hier beerdigt wurden. Nach der Besichtigung von Kloster und Basilika hatten wir Hunger. Wir gingen in den Gasthof Bären, wo wir schon erwartet wurden.
Dort fragte die Wirtin dann, wer denn der Busfahrer wäre. Unser Jürgen, der den Ausflug organisiert hatte, glaubte, dies auf sich beziehen zu können. Er hatte dann nur Probleme, als er ein zweites Bier bestellen wollte und die Wirtin meint, dass Busfahrer keine zwei Bier bei ihr bekämen.
Mit dem Stadtbus zurück nach Ravensburg begannen wir unserer Stadtführung am grünen Turm (wegen seiner grünen Dachziegel). Über den Marienplatz vorbei an der Engel-Apotheke ging es ... ... in Richtung evangelische Stadtkirche.
Nach der Besichtigung der Liebfrauenkirche (im Hintergrund der Frauenturm) ... ... vorbei am Lederhaus mit seiner ... ... eindrucksvollen Bemalung ...
... ging es zum Bläserturn. Gleich danach Besichtigung der Stadtkirche und vorbei an Rathaus und Kornhaus ... ... zum Obertor. Hier trennte sich erst mal unsere Gruppe. Die auf Aussicht bedachten gingen Hangaufwärts zur Veitsburg. Zunächst sah es noch harmlos aus. Der Mehlsack genannte Turm grüsste schon recht nah.
Nach ein paar erläuternden Worten ging es dann los. Der Weg zog sich dann doch etwas länger hin und nach weiteren 100 Stufen ... ... konnten wir schon auf den Mehlsack hinabschauen.
Unterwegs noch schnell die Erläuterung zur Veitsburg zu Ausruhen gelesen ... ... dann waren wir schon oben. Hier wurden wir durch eine herrliche Aussicht auf Weingarten ...
... und Ravensburg belohnt. Wir rätselten auch, was diese seltsame Gebäude im Dunst am Horizont wäre. Moderne Fototechnik löst das Rätsel: mehrere hintereinander stehende Strommasten.
Es gab Eis, Kuchen oder auch ein Pils als Belohnung für die Strapaze. Nach dem Abstieg trafen wir die anderen und es wurde Zeit, sich von unserem ... ... Stadtführer zu verabschieden. Wir bedankten uns alle bei ihm auf das herzlichste, weil er seine Sache hervorragend gemacht hatte.
Ein letzer Blick noch auf die Kinder, die von der modernen Plastik nur das Wasser genossen, ... ... dann ging es zurück zum Bahnhof. Unterwegs fotografierte Karl-Heinz noch einen Turm ... ... und auf meine Bitte hin auch noch das Erläuterungsbild. Deshalb wissen wir jetzt, dass dies der gemalte Turm ist.

In Ravensburg war unser Zug so voll, dass wir uns auf mehrere Waggons verteilen und mancher zeitweilig sogar stehen musste. Dafür konnten wir dann ab Ulm zusammensitzen und die von Gerhard mitgebrachten Gläschen einsetzen. Da wussten wir ja auch noch nicht, welches Bahn-Chaos uns in Stuttgart erwarten würde. Anzeige auf den Infotafeln: Wegen einer Störung im S-Bahn Verkehr beachten Sie bitte die Lautsprecherdurchsagen. - Da war aber nichts. Dann nach längerer Zeit die Ansage: Die S-Bahn Linie 6 fährt heute nur bis Zuffenhausen, die S-Bahn Linie 4 fährt nur bis Kornwestheim. Die S-Bahn Linie 5 fährt ausnahmsweise vom Gleis 3. - Nach weiteren 15 Minuten kam tatsächlich ein S5 auf Gleis 3 an. Allerdings nur ein Kurzzug als Ersatz für drei S-Bahn Linien. Also zwängten wir uns mit vielen anderen Leuten in diese einzige Bahn. So müssen sich Japaner in Tokio in der Rush-hour fühlen. Wir kamen trotzdem noch heim.

Wir danken unserem Jürgen für die Organisation des Ausflugs und Karl-Heinz, Erwin und Herbert für die Bereitstellung der Bilder. Ich hatte die Auswahl unter 165 Bildern. Zu vielen hätte ich nichts zu schreiben gewusst, darum habe ich sie weggelassen.