RegLeo zu Gast in Schramberg

Am Donnerstag dem 21. März fuhr RegLeo nach Schramberg, um zwei Museen der Gründerzeit zu besuchen.

Frühmorgens - nach unserer Zeitrechnung - ging es los damit wir den Zug um 8:28 Uhr ab Stuttgart erreichten. Natürlich hatte die S-Bahn Verspätung, sodass wir im Laufschritt zum Zug diesen erst 10 Sekunden vor Abfahrt erreichten. Trotz der Verspätung der Gäubahn erreichten wir den Bus nach Schramberg - aber nur weil dieser ebenfalls verspätet war.
Hier erwartete uns der Museumsführer im Uhrenmuseum der ehemaligen Firma Junghans. Im 4. Stock begann die Führung mit ... ... der Geschichte der Schwarzwalduhren.

 

Diese ersten Uhren waren reine Handarbeit ... ... die von Bauern während der Wintermonate ... ... an solchen Arbeitstischen hergestellt wurden.
DMit der darauffolgenden Industrialisierung kam ... ... die Herstellung von standardisierten Laufwerken. Waren die früheren Uhren noch reine Unikate ...
... so konnten nun ansprechendere Uhren preiswerter hergestellt werden. So sah nun der Arbeitsplatz eines Uhrmachers aus. Die Massenproduktion brachte zwar Arbeit für viele Menschen, der Preis dafür wer aber Fließbandproduktion.
Zur Olympiade in München entwickelte die ... ... Firma Junghans automatische Zeitnehmergeräte für die Kampfrichter. So wandelte sich die Uhrenentwicklung abermals zur elektronischen Quarzuhr .
Im 3. Stockwerk waren Exponate ... aus der Kriegs- und Nachkriegszeit ausgestellt. Die Wohnungszwangswirtschaft zur Unterbringung der zahlreichen Flüchtlinge wurde vorübergehend eingeführt.
Die Museumsleitung will mit diesen Exponaten ... ... eine Zeit lebendig halten ... ... die so manchem von uns noch gut in Erinnerung ist.
So sahen Wohnzimmer ... ... Friseursalon ... ... und Waschküche der fünfziger Jahre aus.
Ein Carepaket erinnert an die Hungerszeit von 1947 bis 1948. Die Küche von "Otto Normalverbraucher" ... ... weckte mit ihren Utensilien ...

 

... Kindheitserinnerungen in uns. Im Stockwerk darunter ... ... war eine Sammlung historischer Fahrzeuge zu besichtigen.
Sogar ein umgebautes Auto mit Holzvergaser war zu sehen. Wir konnten unter anderem die Entwicklung vom Fahrrad mit Hilfsmotor ... ... zum Moped bestaunen.
Dieser Ampel mit Zeiger trauern wir auch heute noch nach. Von vielen Kleinwerkstätten und Autoherstellern, die Motorräder ... ... und Autos hergestellt haben sind nur noch eine Hand voll großer Automobilkonzerne übrig.
Einen großen Raum nahmen auch die Autos des "kleinen Mannes" ein. Mancher von uns war selbst in einem solchen Gefährt schon gefahren.
Mit den 50er Jahren kam auch die erste große Reisewelle. Jeder wollte wenigstens einmal im Leben über die Alpen gefahren sein. Um die Enge auf den Zeltplätzen zu reduzieren wurde das Zelt einfach auf dem Autodach montiert. Nach dem etwa zweistündigen Museumsbesuch war es ...
... Zeit für das Mittagessen. Nach dem Essen stand das Automobil museum ... ... des Herrn Stein auf dem dem Programm.

 

Dieser Fabrikant, der noch versucht hatte, die Firma Junghans zu retten, sammelte ältere und neuere Autos der gehobenen Preisklasse. Viele von den ausgestellten Exponate sind noch betriebsbereit und werden zu besonderen Anlässen gefahren.
  Zum Abschluss unseres Besuchs in Schaber ... ... besichtigten wir noch die "Energiezentrale" ...
... der Firma Junghans. Da stand ein mächtiger ... ... Dieselmotor mit ...
... entsprechen dimensioniertem Generator. Hier konnten wir richtige Hardware sehen.

Nach dem Elektrizitätswerk der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts war es Zeit, an die Heimreise zu denken. Es ging wieder mit dem Bus zurück nach Rottweil, wo der Zug nach Stuttgart schon auf uns wartete. Er sammelte auf dem Weg dorthin allerdings so viel Verspätung auf, dass wir die S-Bahn verpassten. Das ermöglichte uns ein Fischbrötchen nebst Bier einzunehmen, bevor wir dann endlich den letzten Abschnitt des Ausflugs fahren konnten.