RegLeo in Ulm

Am Donnerstag dem 7. April 2011 besuchte RegLeo die Stadt Ulm. Ziel war nicht in erster Linie das Münster, sondern die Altstadt mit dem Fischer- und Gerberviertel.

Zu dieser Bilderserie hat uns Karl-Heinz ein eigens dafür entworfenes Startbild produziert. Natürlich reisten wir wieder - wie bei uns so üblich - ... ... mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
In Ulm angekommen ging es durch die Fußgängerzone ... ... am Münster vorbei ... ... und vorbei an ehrwürdigen Fachwerkhäusern ...
... zielstrebig zur ausgewählten Gaststätte für die Stärkung der vor uns liegenden Strapazen. Unerwarteterweise hatte auch in Ulm schon der Frühling begonnen. Nach insgesamt 20 Minuten Fußweg erreichten wir unser Ziel: das Brauhaus Drei Kannen.
Wir entschlossen uns, im Freien Platz zu nehmen. Während sich die einen gleich ein schattiges Plätzchen suchten, ... ... mussten sich die anderen ihren Schatten selbst produzieren - wie hier unser Peter mit seiner linken Hand.
Die Bestellung war schnell aufgegeben. Hier kann man das Logo des Bierglases als Schatten auf dem weißen Bierschaum bewundern. Dann sprach Kurt noch schnell das Tischgebet, bevor wir mit Essen beginnen konnten.
Nach dem Essen ging es ... ... gut gestärkt zurück zum Münsterplatz. Während sich einige noch schnell einen Kaffee einkippen mussten, waren die anderen im Ulmer Münster.
Die Höhe des Hauptschiffs ist so überwältigend, wie die ... ... Fenster und Innenausstattung ... ... schön sind.
Auch von Außen bieten sich dem Betrachter Einblicke in bildende ... ... und Baukünste. Der Turm überragt "aus Zufall" den Kölner Dom um vier Meter. Dies erfuhren wir von unser Stadtführerin Frau Kenntner.
Sie erzählte uns, dass damit das Ulmer Münster den weltweit höchsten Kirchturm hat. Damit begann unser Stadtrundgang. Zunächst wurde uns das Rathaus der Stadt ulm ...
... mit seiner astronomischen Uhr erklärt. Dann wurde ein Beispiel eines Schiebeladens zur Sonnenabblendung gezeigt und in seinen historischen Besonderheiten erklärt. Weiter ging es vorbei an herrlichen Fachwerkhäusern ...
... zu einer Weltzeituhr. Solche Uhren sind hier von Armbandgröße bis zu einem Meter Durchmesser ab 1500,00 € käuflich erwerbbar. Das kommt davon, wenn Baubesitzer nach oben hin die Wohnfläche von Etage zu Etage um 5 qm erweitern. Da stoßen die Häuser am Dach aneinander. (Unsere Führerin hatte das viel romantischer ausgedrückt und etwas von Küssen geredet. Das habe ich aber nicht verstanden.) Weiter ging es durch den Metzgerturm ...
... zur Donau. Auch auf der Donauwiese waren schon Frühlingsgefühle auszumachen. Der Metzgerturm hat eine Schieflage von 2,21 m, was mit dem Körpergewicht historischer Metzger erklärt wird. Weitere Einzelheiten können bei mir erfragt werden.
So reizvoll sieht die ... ... Stadtfassade entlang der Donau aus. Die Bemalung des mittleren Hauses ist als Reklamegag entstanden - nur nannte man das vor 300 Jahren noch nicht so.
Zwischendurch wurden wir auch auf Besonderheiten im bayrischen Ausland hingewiesen. Ein Schild klärt uns über die Entstehung dieser Stadtmauer auf. Wir wechsel über zum Fischerviertel und - wie man sieht - wirken das Bier vom Mittagessen und die Sonne doch ein wenig anstrengend.
Schnell ist der Tiefpunkt überwunden und wir sind wieder aufnahmebereit für weitere Informationen. Neben Impressionen am Fluss ... ... werden wir auch mit einem uralten Fischerhaus bekannt gemacht, in das man früher einmal mit dem Boot unten einfahren konnte.
Weil aber der südliche Teil des Hauses im Fluss gegründet war, sackte dieser immer tiefer ab. So entstand das "Hotel Schiefes Haus" . Das Zunfthaus der Schiffleute steht stilgerecht an der Blau, dem Nebenfluss, der bei Ulm in die Donau mündet. Das Zunftwappen ist - wie könnte es auch anders sein - ein Schiff: die Ulmer Schachtel, die die ganze Donau abwärts reisen konnte - aber nie zurück.
Die Geschichte zu dieser Fotografie müsst ihr schon bei den Fotografen erfragen. Ich habe dazu keine weitere Informationen mitbekommen, Wir kamen auch am ehemaligen Gästehaus der Firma Kässbohrer vorbei. Setra ist - so erfuhren wir - eine Abkürzung für "selbsttragend". Was man bei einer kulturellen Führung nicht so alles erfahren kann. Am offiziell so benannten Schweinmarkt konnten wir nicht nur das Denkmal einer erfolgreichen Verkaufsverhandlung per Handschlag bewundern, sondern auch glaubhaft versichert bekommen, dass der Name Schweinmarkt so fremd klinge, dass dies keine Sau verstehe, weshalb dieser Platz im Volksmund Saumarkt heilßt. (Hoffentlich habe ich da nicht etwas mis(st)verstanden.)
Der weitere Weg führte uns dann in den Bereich des Gerberviertels. Da wir schon Erfahrung mit Gerbervierteln von Nördlingen, Tübingen (an der Ammer) und Schiltach haben ... ... wissen wir sowohl um die Geruchsproblematik als auch die Gesundheitsproblematik dieses Gewerbebereiches.
Wir wenden uns daher den bildenden Künsten zu - dem Kunstschmiedehandwerk im Besonderen.Da hat es doch tatsächlich einmal einen ... ... Kunsthandwerker gegeben, der jedesmal am Ulmer Schwörmontag einen alternativen Schwur zur Gaudi seiner Zuschauer von diesem Hochstuhl abgab. Nach ein paar weiteren ...
... Eindrücken vom Fischerviertel ... ... an der schönen Blau ... ... mit einem weiteren Ulmer Spatzen ...
... kamen wir zum Schluss unserer Stadtführung. Wir danken auch auf diese Weise Frau Kenntner recht herzlich für ihre interessante und lehrreiche Führung und dafür, dass sie so manchen nicht ernst gemeinten Einwurf humorvoll pariert hat. Nach dem geführten Rundgang durch Ulm stand als nächster Programmpunkt der Besuch des Museums der Brotkultur auf dem Programm. Wir erfuhren vieles über die Herstellung des Brotes - aber auch, dass Hunger von Herrschenden als Waffe eingesetzt wurde. Auch im Brotmuseum kommt man um den Ulmer Spatzen nicht herum.

Nach dem Besuch des Museums der Brotkultur war Relaxing angesagt. Vornehmlich die weiblichen Teilnehmer der Runde mussten sich über das aktuelle Angebot an Mode aller Art informieren, während die männlichen Kollegen mehr der Siesta auf dem Münsterplatz zugetan waren, zumal schöne Aussichten dort bei dem angenehm warmen Wetter ständig wechselten (Hab' ich recht Peter?).

Da alles - auch Schönes - einmal zu Ende geht, trafen wir gegen 20:10 Uhr in Stuttgart am Hauptbahnhof ein, wo wir uns noch einen kleinen Absacker genehmigten.

Ich danke allen Beteiligten, dass sie immer (fast) pünktlich an den vereinbarten Treffpunkten waren und außerdem danke ich unseren beiden Fotografen Rolf und Karl-Heinz für die Fülle an Bildern für diese Dokumentation.