Besuch des Rheinkraftwerks Iffezheim

Am 29. Juli 2010 besuchten wir das Rheinkraftwerk in Iffezheim

Wir waren wegen der ungünstigen Verkehrsverbindungen mit dem Auto angereist und konnten bereits auf dem Weg vom Parkplatz zum Verwaltungsgebäude der ENBW die Imposante Baustelle bewundern. Vor dem Besucherzentrum wurden wir von unserer Hostess begrüßt und zu einer Filmvorführung mit anschließender Diskussion eingeladen. Auf den ausgehängten Schautafeln bekamen wir einen Eindruck von den Ausmaßen dieses Kraftwerks.
Dies belegt auch der Größenvergleich des Mannes mit einer der vier Kaplanturbinen (hier bei Wartungsarbeiten). Zur Zeit wird das Kraftwerk mit vier Turbinen von je 27 MW um eine weitere mit 40 MW ausgebaut. Nach der theoretischen Einweisung ging es mit den entsprechenden Schutzhelmen versehen zu dem praktischen Teil der Besichtigung.
 
Eine Schautafel verdeutlicht außen nochmals die prinzipielle Arbeitsweise der Rohrturbinen mit einem durchschnittlichen Höhenunterschied von 11 m Wasserstand. Wir durften dann in den Arbeitsgraben unterhalb der Turbinen steigen und die Geräuschentwicklung von vielen Tonnen Rheinwasser bei der Abgabe ihrer potentiellen Energie von 23 MW (wegen des aktuellen Hochwasserstandes am Unterpegel und der dadurch geringeren Fallhöhe von nur 10 m) genießen. Der abschließende Blick ging auf eine der beiden Schleusen des Stauwerks.

Während der theoretischen Erklärungen war dem Naturschutz, der den Angaben der ENBW zu Folge sehr hohen Stellenwert besitzt, ein beträchtlicher Raum eingeräumt. Es wurden die Funktionsweise der zwei verschiedenartigen Fischtreppen detailliert erläutert. Ebenso wurde erwähnt, dass in einem der vergangenen Jahre hochgerechnet 20 000 Lachse diese Treppe benutzt hätten, um zu ihren Laichgewässern oberhalb der Staustufe zu gelangen. Allerdings wurde diese Zahl wieder relativiert, weil man von einigen Lachsen pro Stunde kurz vor der Laichzeit auf ein Jahr hochgerechnet habe.

Insgesamt war diese Besichtigung fast so lehrreich, wie der Besuch des Atomkraftwerks Phillipsburg.