Ausflug nach Schiltach im Kinzigtal

Am ehemaligen Tag der deutschen Einheit fuhr RegLeo nach Schiltach im Schwarzwald.

Wie bei RegLeo üblich fuhren wir mit dem Baden-Württemberg- Ticket... ... von Stuttgart über Freudenstadt nach Schiltach im Kinzigtal. Schon beim Bahnhof in Schiltach gab es den ersten ...
Ausblich auf die historische Fachwerkfassade ... ... zu den Wasserfällen der Schiltacher Altstadt und ... das idyllische Kinzigtal .
Wir konnten auch sehen, dass die Kinzig nicht immer so friedlich in ihrem Flußbett blieb. Dann ging es zu unserem ersten Besichtigungsort, der Firma Hansgrohe, die Badearmaturen herstellt. In der Ausstellung Aqademie wurden heutige Badgestaltungen präsentiert.
Leider war das Museum "700 Jahre Badekultur" wegen Umbaus geschlossen ... ... aber wir konnten auch so unseren Spieltrieb befriedigen. Nach der Aquademie, wo wir noch ein kostenloses Getränk bekamen, ging es weiter in die Altstadt von Schiltach.
Auf dem historischen Marktplatz der Stadt, die 1511, 1533 und 1591 abgebrannt war ... ... erklärte uns Klaus (ich) die wechselhafte Geschichte der Stadt. So war nach dem 2. Brand eine Dienstmagd wegen Brandstiftung auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden, obwohl sie sich zu dem Zeitpunkt im 50km entfernten Oberndorf am Neckar aufhielt.
Der zweischwänzige Löwe auf dem Marktbrunnen hält das Stadtwappen von Schiltach, ... ... das auf das Wappen derer von Urslingen im Jahre 1371 zurückgeht. Auf dieser steilen Straße fuhren bereits im ersten Jahrhundert n.Chr. römische Kaufleute von Straßburg kommend auf die Schwarzwald-Hochebene hinauf nach Rottweil, der ältesten Stadt in Württemberg.
Das Rathaus von Schiltach wurde nach dem Brand von 1591 komplett aus Stein gebaut, ... sodass es dem Brand von 1791 widerstehen konnte. Im Rathauseingang besichtigten wir eine astronomische Uhr, ...
... die der in Schiltach wohnhafte Weber Johannes Pfaff in kompletter Eigenarbeit hergestellt hat. Hier ein paar Informationen zum Rathaus der Stadt. Dann ging es in das Stadtmuseum von Schiltach, ...
... wo wir an die "gute alte Zeit" erinnert wurden. Außerdem beherbergt das Museum ... Exponate zur Geschichte der Stadt, die u.a. von Leinewebereien und Kürschnereien geprägt war. Auch die Reformation hat in Schiltach ihre Spuren hinterlassen.
Diesen Ausblick hatten die Bewohner des Hauses des heutigen Stadtmuseums auf den Lebensmittelpunkt von Schiltach, den Marktplatz Blick vom Stadtmuseum in Richtung des Flusses Schiltach mit dem Gasthof Adler. An dieser Stelle war das ehemalige Stadttor.
Wir überqueren den Fluß Schiltach mit Blick auf den Zusammenfluß mit der Kinzig. Die Äussere Mühle ist das älteste erhalten gebliebene Gebäude, ... ... weil es von den Stadtbränden nicht erfasst worden war.
Nach der Mühle ... ... ging es weiter in das Gerberviertel. Die Gerberei war ein wichtiger Erwebszweig im mittelalterlichen Schiltach und wurde hier mit dem Wasser der Kinzig erfolgreich betrieben.
Nach dem Gerberviertel ging es weiter zum Schüttesägemuseum. Hier steht mit einem Durchmesser von 6,70m eines der leistngfähigsten unterschlächtigen Wasserrader des Schwarzwaldes. Dieses Wasserrad wurde zum Betrieb der Baumstammsäge benötigt.
Ein kleineres Wasserrad bedient heute als Museumsbetrieb ... ... einige Maschinen, so z.B. eine Walkmaschine zum Bearbeiten des Rohleders. In dem unteren Museumshaus ist die Gerberei ausgestellt.
Hier kann man ein paar Stationen vom Fell bis zur Schuhsohle nachempfinden. Das zweite Haus befasst sich mit der Holzwirtschaft. An Modellen wird gezeigt, wie beschwerlich und gefährlich der Weg der Baumstämme aus den Hangwäldern zu den Flößern war. Die Flößerei war eines der wichtigsten Gewerbe in Schiltach, bis dass mit dem Bau der Eisenbahnen der Holztransport auf die Schienen verlegt wurde.
Im oberen Hausbereich des Museums befindet sich eine alte Plotzsäge, die später durch die ebenfalls ausgestellte Hochgangsäge abgelöst wurde. Nach soviel Technik begaben wir uns zur evangelischen Stadtkirche, wo wir mit einem Orgelkonzert empfangen wurden. Unserer weiterer Weg führte us Kinzig-abwärts an ein Floßmodell in Originalgröße.
Am westlichen Ortsende von Schiltach befindet sich noch ein kleines Teilstück der ehemalicgen Bahnstrecke von Schiltach nach Schramberg. Den Abschluß dieses sehr lehrreichen Ausflugs machten wir dann mit einem zünftigen Essen ... ... in der Gasttsätte des Campingplatzes von Schiltach.

Wir sind sehr froh, dass unser Wetterfrosch besser war, als die Wettervorhersage des deutschen Fernsehens. Anstatt des erwarteten Baden-Baden-Wetters, hatten wir einen heiter bis sonnigen Tag erlebt. Herzlichen Dank den Organisatoren für die passende Auswahl des Wetters.