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RegLeo besucht das Kernkraftwerk Philippsburg

Da wir innerhalb des KKW keine Photos machen durften, hier ein kurzer Bericht über den Besuch.

Nach einer Einführung im Besucherforum in die Technik von Kernkraftwerken wurde uns zunächst einer der Kühltürme und danach das Maschinenhaus des Blocks 2 gezeigt. Im Anschluß an die Besichtigung wurden nochmals die inzwischen aufgetretenen Fragen beantwortet.

Die Größenordnung von 1400 MW Leistung wird einem erst klar, wenn man vor den Turbinen und dem Generator steht. Ebenfalls beeindruckend sind die Zahlen über den Wasserbedarf mit 100 m³ pro Sekunde. Dies entspricht 10% des Wassers des Rheins bei Normalpegel

Wie üblich, wenn wir unterwegs sind ...
... sammelten wir uns per S-Bahn ...
... und fuhren damit in wichtige Gespräche vertieft ...
über Bietigheim, Mühlacker, und Bruchsal ...
... zum Bahnhof Philippsburg.
Hier warteten wir auf unseren Transferbus zum Kraftwerk.
In der Besucherhalle waren einige Exponate ...
... und Modelle zu besichtigen.
Anfahrt per Industriegleis zum KKW - nur für Castoren.
Die beiden Kühltürme am Abend.
Eine der Niederdruckturbinen.
Luftbild des KKW mit Rhein.
Nach dem Besuch des KKW erwartete uns im Bootshaus das verdiente Essen. Danach ging es wieder ...
... bei interessanten Gesprächen ...
... zurück nach Stuttgart - allerdings ohne unserer Zweigstelle noch einen Besuch abzustatten.

Nachtrag

Großes Medienecho rief im Sommer letzten Jahres die Pannenserie hervor, die im Kernkraftwerk Philippsburg (KKP) bekannt wurde. Der folgende Überblick stellt die Entwicklung stark verkürzt dar.

Ein Kurzüberblick:
 
25.08.2001In Block 2 des KKP wird festgestellt, dass in einem der vier Flutbehälter seit dem 12.8.2001 die spezifizierte Borsäure-Konzentration nicht vorlag. Diese ist eine entscheidende Voraussetzung für die Funktionstüchtigkeit der Sicherheitseinrichtung.
27.8.2001Das Bundesumweltministerium meldet, dass in insgesamt drei der Flutbehälter die Borsäure-Konzentration nicht auslegungsgerecht war. Damit war für eine zeitlang nicht sichergestellt, dass der Reaktor bei einem Störfall hätte beherrscht werden können.
08.10.2001EnBW legt das KKW Philippsburg (Block 2) einstweilig still.
19.10.2001Atomkraftwerk Phillipsburg geht nach einem weiteren Zwischenfall ganz vom Netz.
23.10.2001Der EnBW-Vorstandsvorsitzende Gerhard Goll räumt regelmäßige Verstöße der Kraftwerksbelegschaft gegen Sicherheitsvorschriften im Bereich des Notkühlsystems ein, die von der EnBW seit 17 Jahren verschwiegen wurden.
29.10.2001Umweltminister Trittin droht mit Widerruf der Genehmigung für KKP.
17.12.2001Nach 70 Tagen geht das KKP wieder ans Netz. Schaden für EnBW: 58.000.000€.
31.01.2002Die Pannenserie im Kernkraftwerk Philippsburg soll in einem Untersuchungsausschuss im baden-württembergischen Landtag aufgerollt werden.
März bis OktoberEs kommt zu 16 meldepflichtigen Ereignissen im KKP. Zwei davon gehen über die Stufe N nach den nationalen Meldekriterien hinaus und wurden als E eingestuft. Ereignisse dieser Klasse verlangen nicht nach Sofortmaßnahmen der Aufsichtsbehörde, müssen aber aus Sicherheitsgründen auf ihre Ursachen hin überprüft und in angemessener Frist behoben werden.
1. OktoberBei Reinigungsarbeiten gelangte kontaminiertes Wasser in das Regenwassernetz des Kraftwerkes. Die EnBW geht davon aus, dass nur eine „geringe Aktivitätsmenge“ in den Altrhein gelangt sein könnte.
28. Oktober - Epilog? - MdL Winfried Scheuermann, Vorsitzender des Untersuchungsausschusses des Landtages zur KKP-Pannensierie, berichtet dem UStA vom aktuellen Stand der Ermittlungen. Die Frage, die der Ausschuss klären soll ist, ob die Aufsichtsbehörde des Landes und der TÜV immer in der angemessenen Art und Geschwindigkeit auf die Enthüllungen reagiert haben. Die wichtigen Zeugen Landesumweltminister Müller, Bundesumweltminister Trittin und EnBW Vorstandsvorsitzender Gerhard Goll wurden noch nicht vernommen. Danach hofft Scheuermann Erkenntnisse gewonnen zu haben, die eine Bewertung der Vorgänge und Verbesserungsvorschläge für die Zukunft ermöglichen.